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Aufgrund der Corona-Schutzverordnung ist das Museum vom 2. bis 30. November 2020 geschlossen. Mehr Informationen in der Pressemitteilung des LWL.

Mobile Angebote

Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität

Termine für unsere mobilen Angebote können individuell vereinbart werden. Nutzen Sie dafür das Anmeldeformular oder rufen Sie uns an unter Tel. 02302 93664-10.

Zwischen Küche und Kaue

Dauer: ca. 1 Stunde
Teilnehmerzahl: maximal 30
Kosten: 50 Euro pro Museumspädagoge plus Fahrtkostenpauschale


Dieses mobile Angebot für Menschen mit eingeschränkter Mobilität aus dem LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten bietet eine Reise in die 1950er Jahre, als auf den Kleinzechen im Ruhrtal die Kohle eimerweise zu Tage gezogen wurde und die großen Bergwerke im Revier Millionen von Tonnen des schwarzen Goldes förderten. Unsere Mitarbeiter bringen in einem alten Eimer Objekte aus der Arbeitswelt und dem damaligen Alltag mit, darunter verschiedene Kohlesorten, eine Wetterlampe, ein altes Arbeitshemd, Seife und Grubentuch.

Beim Gespräch in der Gruppe bekommt jeder die Möglichkeit, die mitgebrachten Gegenstände in die Hand zu nehmen und selbst zu berichten. Interaktiv werden die Sinne angesprochen, Erinnerungen geweckt und neue Erfahrungen gemacht. Eine gesellige und einfühlsame Atmosphäre gibt dem Programm einen Rahmen.

Als Ergänzung oder Alternative zum mobilen Programm „Zwischen Küche und Kaue“ bieten wir eine barrierefreie Führung  an.

Wichtiger Hinweis: Bei Gruppengrößen von bis zu 15 Teilnehmern führt ein Museumspädagoge das Programm durch. Bei mehr als 15 Teilnehmern besuchen wir die Einrichtung zu zweit. Maximal können 30 Personen teilnehmen.

Kohle weckt Erinnerung

Dauer: ca. 1 Stunde
Teilnehmerzahl: maximal 10 plus Begleitperson
Kosten: 50 Euro pro Museumspädagogen plus Fahrtkostenpauschale

Bei diesem Programm aus dem LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten besuchen Bergleute alle zwei Wochen Einrichtungen der Altenpflege. Mitgebracht werden z.B. eine Wetterlampe, Kohle, ein Abbauhammer oder auch Küchenutensilien - Dinge, die in der nächsten Stunde gezeigt und entdeckt werden. Die Themen orientieren sich an der Lebenswelt und den Erfahrungen der Teilnehmer. Mit allen Sinnen erleben sie die mitgebrachten Objekte von der schweren Keilhaue bis zum Duft der Bergmannsseife. Im Idealfall erinnern sich die Bewohnerinnen und Bewohner an eigene Erlebnisse und unterhalten sich darüber.

Ein Filmbeitrag auf RTL-West, der im Altenzentrum der Diakonie Ruhr in Witten gedreht wurde, gibt einen Einblick in das Programm.

Die möglichen Themen:

Glück auf! der Steiger kommt - Bergbau und Steinkohle
Der Bergmann kommt direkt nach seiner Schicht zu den Bewohnern auf Einladung des Hauses, um mit ihnen über den Bergbau und die Steinkohle zu sprechen. Die Zeit drängte so sehr, dass Eile geboten war und der Gang in die Kaue ausfallen musste, so dass er nun im Grubenzeug zu Besuch ist. Mit dabei hat er u.a. Wetterlampe, Kohlenbrocken und Abbauhammer.

Kumpel Klaus hat Geburtstag - Alltag in Küche und Haushalt
Kumpel Klaus auf Zeche Nachtigall hatte Geburtstag und es ist noch Kuchen übrig geblieben. Dazu wird Kaffee frisch gemahlen. Auch Muckefuck steht als Vergleich bereit. Ebenso einfaches Blechgeschirr, welches im Haushalt mit unter üblich war. Es wird gemeinsam gegessen, getrunken und erinnert. Von der Einrichtung soll ein einfacher Blechkuchen, sowie Kaffee zur Verfügung gestellt werden.

Kaputtes Gezähe und Schuhe für die Pferde - Arbeit in der Werkstatt/Schmiede
Gegenstände und Werkzeug (Gezähe) aus dem Kleinzechenbergbau nach 1945 werden mitgebracht. Besonders Hufeisen und Miniaturambos aus dem Bereich der Schmiede sind dafür Symbole. Zeitungspapier, Holzstücken (Mutterklötzchen) und Kohle sind wichtig für das Entfachen eines Feuers z.B. in einem Kohlenofen oder einer Schmiedeesse.

Erbsensuppe und ein Staubbekämpfer - Essen auf der Arbeit
Bevor der Bergmann mit seiner Arbeit beginnt, wird erst mal gebuttert. Beliebt waren Schmalzbrote, die Kraft für die schwere Arbeit unter Tage geben. In anderen Bereichen der (Schwer-)Industrie brachten Arbeiter auch den Henkelmann von Zuhause mit. Am Ende der Schicht gab es in der Kaue oft ein Bier. Hierzu soll von der Einrichtung eine Probierportion Erbsensuppe (o.ä. Eintopf) gereicht werden. Schmalzbrote und Bier wären ebenfalls bereitzustellen.

Gut Flug! Von Tauben und ihren Vätern

Dauer: ca. 1 Stunde
Teilnehmerzahl: maximal 30
Kosten: 50 Euro pro Museumspädagogen plus Fahrtkostenpauschale

Jahrzehnte lang waren im Ruhrgebiet die Tauben die „Rennpferde der Bergleute“. Mit unserem Programm „Gut Flug“ wecken wir Erinnerungen an das Leben in den Arbeitersiedlungen der 1950er Jahre, als der Taubenschlag für die Bergleute ein Rückzugsort nach der harten Arbeit auf den Zechen war.

Wir kommen mit zwei Museumspädagogen in Ihre Einrichtung und bringen Tauben mit. Die Tiere können betrachtet und vorsichtig berührt oder gestreichelt werden.

Dabei kommen wir mit den Bewohnern Ihrer Einrichtung ins Gespräch: Wie war es, als die Taubenväter aufgeregt auf die Rückkehr ihrer „Rennpferde“ warteten. Wie findet die Taube nach Hause? Was bedeutet „Atzen“ und was ist eine „Gehämmerte“? Warum brauchen die Tauben besonders gutes Futter? Welche Funktion haben die Ringe an den Füßen der Tiere? Auch Utensilien aus dem Bergbau wie die Grubenlampe und ein großes Stück Steinkohle bringen wir mit. Sie stehen symbolhaft für die Arbeit unter Tage.

Unser Programm weckt Erinnerungen, spricht aktiv die Sinne an und ermuntert zu Gesprächen. So entsteht eine lebhafte und gesellige Atmosphäre, und die Zeit vergeht wie im Flug...