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Fotografie von einer Verkäuferin, die einen Mann bedient

Gesichter der Wismut

Strahlender Alltag, Geheimnisse und Folgen des Uranabbaus in der DDR
3.10.2026 – 13.3.2027

Ein Wagen mit demonstrierenden Sprüchen

Die von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Ostthüringen entwickelte Ausstellung erzählt die Geschichte eines Industriezweigs, der die Regionen Erzgebirge und Gera-Ronneburg über Jahrzehnte nachhaltig geprägt hat.

Wenig bekannt ist, dass sich in der DDR bis zum Ende der 1980er-Jahre eine der bedeutendsten Uranabbau- und Uranaufbereitungsregionen Europas befand. Die Wismut förderte Uran für das sowjetische Atomprogramm. Zurück blieben tiefgreifende Veränderungen für Landschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Ausstellung nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise durch die Geschichte des DDR-Uranbergbaus – vom Aufbau der Schächte über die Arbeits- und Lebensrealitäten der Wismut-Familien bis zu den gesellschaftlichen Kontroversen rund um Fortschrittsideologie, gesundheitliche Folgen und soziale Integration.

Blick auf die Fassade eines Hauses

In vier Themenbereichen widmet sich das Projekt der Geschichte und dem Erbe des Uranbergbaus der Region Ostthüringen. Zentral sind der Alltag der Beschäftigten der SDAG Wismut im Kontrast zwischen hoher sozialer Integration und strikter Geheimhaltung. Thematisiert wird weiterhin der Einfluss global-politischer Kontexte des Kalten Kriegs auf die Bezirksstadt Gera, sowie die sozialen und ökologischen Folgen der Deutschen Wiedervereinigung für die Region Ostthüringen.

Erstellt wurde die Ausstellung durch die Gedenkstätte Amthordurchgang in Gera als intergenerationales Projekt mit Zeitzeug:innen und Schüler:innen.

Online-Vortragsreihe

Begleitend zur Sonderausstellung beleuchtet eine Online-Vortragsreihe verschiedene Aspekte aus der Geschichte der Wismut. Die Teilnahme ist kostenlos. Der Vortrag wird über die Videokonferenzplattform Zoom angeboten. Nach Anmeldung per Mail an zeche-nachtigall@lwl.org erhalten Sie eine Bestätigung mit dem Link.

Di, 17.11. | 19 Uhr
„Wir kommen aus der Tiefe, wir kommen aus dem Schacht“
Die Wismut und ihr Erbe im Fußballstadion
Vortrag von Alexander Mennicke, Uni Leipzig

Di, 24.11. | 19 Uhr
Kunst im Kalten Krieg. Das ungewöhnliche Erbe der Wismut
Vortrag von Miriam Stadie Wegner, Wismut GmbH

Di, 1.12. | 19 Uhr
Der Uranabbau der Wismut und sein Einfluss auf die sowjetische Atomrüstung
Vortrag von Constantin März, KWI Essen

Di, 8.12. | 19 Uhr
Sozialgeschichte Wismut
Vortrag von Dr. Juliane Schütterle, Landtag Thüringen

Di, 15.12. | 19 Uhr
Die Wismut im Wandel: Vom Uranbergbau zu langfristigen Zukunftsaufgaben
Vortrag von Markus Slomke, Wismut GmbH