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Schornstein der zeche nachtigall vor blauen Himmel und grünen Blättern

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Wissen fördern – Werte vermitteln – Wandel gestalten

2003 eröffnete der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) das LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall. Die Zeche zählt zu den ältesten Bergbaustandorten an der Ruhr. Hier lagern mit Steinkohle, Schieferton und Sandstein gleich drei Rohstoffe an einem Ort. Ein Besucherbergwerk vermittelt authentische Einblicke in die Frühzeit des Bergbaus. Bedeutende Geotope und das Informationszentrum GeoPark Ruhrgebiet machen die erdgeschichtlichen Dimensionen der Rohstoffentstehung anschaulich.

Die Zeche Nachtigall ist einer von acht Orten des Westfälischen Landesmuseums für Industriekultur. Dieser Verbund bildet mit herausragenden Denkmalen und seiner umfassenden Sammlung ein Gedächtnis der Region. In seiner Arbeit versteht sich das LWL-Industriemuseum darüber hinaus als Forum für gesellschaftliche und zukunftsrelevante Fragen. Unser Ausgangspunkt hierfür ist jeweils der historische, der authentische Ort. Als ehemaliger Industriestandort fühlt sich die Zeche Nachtigall Themen wie Ressourcenverbrauch und Konsum, Landschaftsveränderung, Ökologie, Klima und Energieerzeugung verpflichtet.

Was wir tun und welche Ziele wir verfolgen

Als Museum zählen das Sammeln und Bewahren von Zeugnissen der Industriegeschichte und deren Erforschung zu unseren Kernaufgaben. Bildung und Vermittlung sind eine weitere Säule der Museumsarbeit. Mit Ausstellungen, Bildungsangeboten und Veranstaltungsprogrammen vermittelt die Zeche Nachtigall anschaulich und lebendig die 300-jährige Geschichte des Ortes: Vom Zechenbetrieb über die Ziegelproduktion und den Schiefer- und Sandsteinabbau. Partizipative, intergenerative und inklusive Vermittlungsformate ermöglichen den Besucher:innen, sich an diesem authentischen Ort über die Auswirkungen des Industriezeitalters zu informieren, sich auszutauschen und Kompetenzen für ein transformatives Handeln für Gegenwart und Zukunft zu gewinnen.

Inhaltlich thematisieren wir die Wechselwirkung und den Wandel von Arbeit, Technik, Mensch und Umwelt in regionalen und globalen Bezügen. Damit verknüpfen wir die fünf Dimensionen der BNE: Ökologie, Ökonomie, Soziales, Politik und Kultur. Unter den Bildungsangeboten setzen ökologische Themen einen besonderen Schwerpunkt: Wir ermöglichen vielfältige Naturerfahrungen und machen den Wandel der Industriebrache hin zu einem Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten erlebbar. Auf diese Weise fördern wir die Kompetenz, ökologische Zusammenhänge zu verstehen und nachhaltige von nicht-nachhaltigen Entwicklungen zu unterscheiden. Das Wissen um einen verantwortungsbewussten und wertschätzenden Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen ermöglicht es, eigenes Verhalten zu ändern und vorausschauend zu handeln. 

Als Museum zählen das Sammeln und Bewahren von Zeugnissen der Industriegeschichte und deren Erforschung zu unseren Kernaufgaben. Bildung und Vermittlung sind eine weitere Säule der Museumsarbeit. Mit Ausstellungen, Bildungsangeboten und Veranstaltungsprogrammen vermittelt die Zeche Nachtigall anschaulich und lebendig die 300-jährige Geschichte des Ortes: Vom Zechenbetrieb über die Ziegelproduktion und den Schiefer- und Sandsteinabbau. Partizipative, intergenerative und inklusive Vermittlungsformate ermöglichen den Besucher:innen, sich an diesem authentischen Ort über die Auswirkungen des Industriezeitalters zu informieren, sich auszutauschen und Kompetenzen für ein transformatives Handeln für Gegenwart und Zukunft zu gewinnen.

Inhaltlich thematisieren wir die Wechselwirkung und den Wandel von Arbeit, Technik, Mensch und Umwelt in regionalen und globalen Bezügen. Damit verknüpfen wir die fünf Dimensionen der BNE: Ökologie, Ökonomie, Soziales, Politik und Kultur. Unter den Bildungsangeboten setzen ökologische Themen einen besonderen Schwerpunkt: Wir ermöglichen vielfältige Naturerfahrungen und machen den Wandel der Industriebrache hin zu einem Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten erlebbar. Auf diese Weise fördern wir die Kompetenz, ökologische Zusammenhänge zu verstehen und nachhaltige von nicht-nachhaltigen Entwicklungen zu unterscheiden. Das Wissen um einen verantwortungsbewussten und wertschätzenden Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen ermöglicht es, eigenes Verhalten zu ändern und vorausschauend zu handeln. 

Für wen und mit wem wir arbeiten

Die attraktive Lage an der Ruhr, der bergbauhistorische Wanderweg im angrenzenden Muttental und der Ruhrtalradweg machen den Ankerpunkt auf der Route Industriekultur und -natur zu einem beliebten Ausflugsort. Insbesondere Familien verbinden bei uns Freizeit und Lernen zum nachhaltigen Bildungserlebnis. Das Museum bietet zielgruppenspezifische Lernangebote für lebensbegleitende Bildung - vom Kindergartenkind über Schülerinnen und Schüler bis zu hochaltrigen Menschen.

Die Zeche Nachtigall bildet einen bedeutenden Knotenpunkt in der regionalen Bildungslandschaft. Wir kooperieren in langfristig angelegten Partnerschaften mit Kindergärten und Familienzentren, Schulen, Volkshochschulen und Hochschulen sowie Senioreneinrichtungen und stehen im Austausch mit zivilgesellschaftlichen Verbänden und Umweltvereinen. Gemeinsam entwickeln wir Bildungsauftrag, Ziele und Kompetenzen weiter. Mit unserem Förderverein unterstützen wir bürgerschaftliches Engagement und beziehen es aktiv in unsere Museumsarbeit ein.

Wie wir arbeiten

Das Museum versteht sich als Forum, Experimentierfeld und Freiraum. Die vielseitigen Formate an Ausstellungen und Bildungsangeboten setzen gezielt auf ein hohes Maß an Partizipation, Multiperspektivität und Ergebnisoffenheit. Unser Ziel ist Gestaltungskompetenz.
Daher sehen sich die Museumsmitarbeiter:innen nicht mehr nur als Wissensvermittler:innen, sondern als Moderator:innen für Themen und Prozesse. Sie respektieren die Teilnehmenden gleichberechtigt als Experten:innen in eigener Sache. In der Vermittlung schaffen sie mit der Methodenvielfalt von Museums- und Umweltpädagogik Zugänge für ein diverses Publikum. Die Mitarbeiter:innen fühlen sich einem inklusiven, diversitäts- und diskriminierungssensiblen Umgang mit den Besucher:innen verpflichtet.

Wir sind ein engagiertes Team und entwickeln neue Konzepte gemeinschaftlich weiter. Wir verstehen Kollegialität als respektvollen und achtsamen Umgang miteinander. Wir arbeiten kontinuierlich daran, auch unser eigenes verantwortungsvolles Denken und Handeln zu verbessern sowie den Material- und Ressourcenverbrauch im Museum nachhaltig zu optimieren. Wir beteiligen uns am gesellschaftlichen Diskurs und bilden sich regelmäßig zu den relevanten Themen für das Museum und die Bildung für nachhaltige Entwicklung fort.

Mit unseren Zielen, unserem Handeln und unseren Kompetenzen versteht sich das Museum als Botschafter für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall Witten

Das LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten ist ein vielseitiger Bildungs-, Freizeit- und Erlebnisort. An authentischer Stelle zeigt es die erdgeschichtliche Entstehung der Steinkohle und vermittelt deren Schlüsselrolle für das Ruhrgebiet und die Menschen in dieser Region auf dem Weg ins Industriezeitalter. Das Besucherbergwerk bietet Montangeschichte zum Anfassen. Die beiden Ringöfen zur Ziegelproduktion beleuchten die Nachnutzung des ehemaligen Zechengeländes. Die Industriebrache macht Naturerfahrungen und den Wandel hin zu einem Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten erlebbar.

Unsere Ziele für Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Gesellschaft und die Umwelt verändern sich immer schneller. In Übereinstimmung mit dem Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung setzt sich das Team der Zeche Nachtigall zum Ziel, einen verantwortungsvollen und konstruktiven Umgang mit diesen Veränderungen zu fördern. Die Beschäftigung mit der Geschichte des Ortes macht komplexe Zusammenhänge sichtbar. Dieses Verständnis stärkt das Urteilsvermögen, nachhaltige von nicht-nachhaltigen Entwicklungen zu unterscheiden. Das Museum bietet über die Verbindung von Geschichte und Gegenwart sowie von regionalen und globalen Bezügen verschiedene Perspektiven an. Es schafft vielfältige Zugänge zur eigenen Identitätsbildung und bietet Raum zur Selbstreflektion. Als Ort für lebensbegleitendes Lernen will das Museum Menschen jeden Alters und insbesondere Kinder und Jugendliche zu einem nachhaltigen Denken und Handeln befähigen, um ihre eigene Zukunft und auch die ihrer Generation mit zu gestalten.

Die Bildungs- und Vermittlungsarbeit nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein. Sie schlägt eine Brücke zwischen dem historischen Ort und den Besucher:innen. Im gegenseitigen Dialog werden aktuelle Fragestellungen entwickelt, die eine kritische Auseinandersetzung mit ökonomischen, sozialen und ökologischen Aspekten der Industrialisierung ermöglichen. Am Beispiel des fossilen Brennstoffs Steinkohle lassen sich beispielsweise nicht nur 300 Millionen Jahre Erdgeschichte und der Aufbruch ins Industriezeitalter aufzeigen, sondern auch gegenwarts- und zukunftsorientiert Ziele der Bildung für nachhaltige Entwicklung einbringen: Welche Rolle spielte Steinkohle früher für die Energieversorgung? Welche spielt sie heute? Welche Alternativen bieten erneuerbare Energien? Wie haben Industrialisierung und Strukturwandel in der Montanindustrie unsere Arbeitswelten und Lebensstile geprägt? Welche Auswirkungen hatte Industrialisierung auf die Landschaft und den Klimawandel? Wie entwickeln sich Ökosysteme heute auf der Industriebrache? Durch direkte Begegnungen mit Phänomenen aus Natur und Technik werden Besucher:innen inspiriert, sich für einen nachhaltigen Lebensstil zu entscheiden. Das Museum versteht sich als Ort der Begegnung und Partizipation. Es bietet eine eigene Haltung an, lässt aber gleichzeitig auch neue Perspektiven zu. Es sieht seine Arbeit als Prozess, der sowohl hinaus in die Gesellschaft als auch hinein ins Museum wirkt.

Unsere Zielgruppen

Die Zeche Nachtigall öffnet sich für ein breites Publikum, das die Gesellschaft in ihrer Pluralität abbildet. Diversität, Inklusion, Gleichberechtigung und Partizipation sind Leitgedanken der Arbeit. Das Museum initiiert informelle, lebensbegleitende Lernprozesse, die sowohl die Persönlichkeit des Einzelnen als auch die Entwicklung der Gesellschaft in den Blick nehmen. Das Museum arbeitet nicht nur für, sondern auch mit den verschiedenen Besucher:innengruppen. Es berücksichtigt die emotionalen, kognitiven, sozialen und körperlichen Bedürfnisse sowie die unterschiedlichen Beweggründe für einen Museumsbesuch. Um Zugänge für mehr Teilhabegerechtigkeit zu schaffen, werden Ausstellungsformate inklusiv und museumspädagogische Angebote exklusiv auf die potenziellen Besucher:innengruppen zugeschnitten.

Als außerschulischer Lernort bietet Zeche Nachtigall maßgeschneiderte museums- und umweltpädagogische Programme zur Förderung von Bildungsbiografien. Die Angebote für Kindergärten und Schulen orientieren sich an den jeweiligen Bildungs- und Lehrplänen und berücksichtigen explizit die Leitlinien für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Zur Förderung gleichberechtigter Teilhabe ist der Eintritt für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren frei. Schulklassen können sich über den Mobilitätsfond des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe Fahrtkosten erstatten lassen.

Die Zeche Nachtigall ist ein beliebter Freizeit- und Erlebnisort. Deshalb nimmt das Museum mit seinen Ausstellungen, Bildungsprogrammen und Veranstaltungen auch die Bedürfnisse und Erwartungen von Einzelbesucher:innen, Familien und anderen Gruppen wie Fahrradtourist:innen oder Spaziergänger:innen in den Fokus. Für hochalterige Menschen arbeitet das Museum im Feld der Kulturgeragogik. Mit mobilen Vermittlungsangeboten und Objekten, die auf biografischer Erinnerungsarbeitet basieren, werden regelmäßig ruhrgebietsweit Einrichtungen der Seniorenpflege besucht. Somit wird kulturelle Teilhabe bis ins hohe Alter möglich. Die Infrastruktur wird so barrierefrei wie möglich gestaltet.

Vermittlungsformate und -methoden

Das LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall bietet eine breite Palette von maßgeschneiderten Vermittlungsformaten für unterschiedliche Zielgruppen an. Eine wichtige Säule bilden dabei die Ausstellungen. In der Verantwortung für das industrielle Erbe des Standorts verbindet das Museum inhaltlich alle fünf Dimensionen der Bildung für nachhaltige Entwicklung – Ökologie, Ökonomie, Soziales, Politik und Kultur - zu einem integrativen Konzept. Mit seinen fächerübergreifenden museums- und umweltpädagogischen Vermittlungsformaten versteht sich das Museum als idealer Partner in der Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Ausstellungen als Vermittlungsformat

Der Museumsbesuch ist in der Regel ein selbstbestimmter und selbsterforschender Lernprozess. Die Besucher:innen entscheiden je nach Interesse, mit welchen Themen und Objekten sie sich befassen wollen. Die Ausstellungen auf der Zeche Nachtigall widmen sich dem frühen Steinkohlenbergbau aus verschiedenen Perspektiven und thematisieren beispielsweise die Wechselwirkung von staatlichen Rahmenbedingungen und unternehmerischem Handeln sowie die Arbeits- und Lebensbedingungen der Bergleute.

Zeitlich begrenzte Sonderausstellungen greifen oft aktuelle soziale oder ökologische Fragestellungen auf und probieren partizipative Formate aus. So stellten beispielsweise die Sonderschauen „Kleine Gase – große Wirkung“ und „Raubbau“ die Ursachen und Folgen von menschengemachtem Klimawandel sowie die Ausbeutung von Rohstoffen, Mensch und Natur ins Zentrum. Gleichzeitig boten sie den Besucher:innen die Chance, eigene Botschaften und Empfehlungen für den Umgang mit den Themen in der Ausstellung darzustellen.

Museums- und umweltpädagogische Angebote als Vermittlungsformate

Die Ausstellungen und ihre didaktische Ausrichtung sind die Basis für ein vielseitiges Bildungsprogramm. Es zielt auf die Förderung von Schlüsselkompetenzen wie Urteilskompetenz sowie Handlungs- und Gestaltungskompetenzen. Die Angebote setzen in erster Linie auf die personelle Vermittlung und umfassen ein breites Repertoire an Methoden und Formaten: Diese reichen von handlungsorientierten, aktivierenden und kreativen Workshops für Kindergärten und Schulklassen, Kindergeburtstage und Ferienaktionen über dialogische Führungen, Seminare und Exkursionen für Erwachsene bis hin zu mobilen Outreach-Angeboten für Senioren in Pflegeeinrichtungen.

Im Zuge der Digitalisierung verbindet das pädagogische Team auch zunehmend analoge und digitale Vermittlung in Form spielerischer Missionen oder Challenges unter Anwendung von Gamification und serious games.

Die Angebote setzen auf den authentischen Ort als Lernumgebung. Sie sind herausfordernd, prozessorientiert und ergebnisoffen gestaltet. und berücksichtigen unterschiedliche Lernstile: visuell, auditiv, haptisch, motorisch und kommunikativ. Eine abwechslungsreiche Dramaturgie ermöglicht ein Lernen mit Kopf, Herz und Hand.

Das Museum bietet Führungen in verschiedenen Fremdsprachen, in einfacher Sprache, in Deutscher Gebärdensprache und für blinde und sehbehinderte Menschen an oder schafft Alternativen wie die Outreachangebote für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, um eine möglichst breite Teilhabe zu ermöglichen.

Kooperationen und Netzwerke

Das LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall vernetzt sich auf allen Ebenen mit Fach- und Interessensverbänden, Synergien und Partizipation zu ermöglichen.

Im Hinblick auf Nachhaltigkeit kooperiert Zeche Nachtigall der Klima-Allianz Witten und der Naturschutzgruppe Witten/Biologische Station e.V., dem Geopark Ruhrgebiet e.V., der EnergieAgentur NRW der Stadt Witten im Projekt „Global Nachhaltige Kommune NRW“ und der Fachgruppe BNE im Bundesverband Museumspädagogik e.V.

Museumsführer:innen aus dem pädagogischen Team sind Mitglieder im Bundesverband Museumspädagogik e.V. und arbeiten aktiv in den verschiedenen Fachgruppen „Kinder und Jugendliche im Museum“ und „Generation 60plus“ mit. Das Museum kooperiert weiterhin mit lokalen und regionalen Kindergärten und Schulen sowie dem Waldorf Bildungsinstitut Witten, um sein Profil als außerschulischer Lernort stetig weiter zu entwickeln. Zusammen mit der Technischen Hochschule Georg-Agricola und der Universität Witten-Herdecke führt das Museum Projekte mit Studierenden durch. Im Feld der Erwachsenenbildung arbeitet das Museum u.a. mit den Volkshochschulen Witten/Wetter/Herdecke und Dortmund zusammen. Mit dem Sozialinstitut Kommende in Dortmund führt die Zeche Nachtigall Bildungsseminare durch.

Eine besondere Stellung unter den Kooperationspartner nehmen Seniorenzentren ein. Mit den Feierabendhäusern der Diakonie Ruhr besteht eine unbefristete Bildungspartnerschaft, um gemeinsam Angebote für hochaltrige Menschen mit und ohne Demenz zu entwickeln. Darüber hinaus arbeitet das Team regelmäßig mit Seniorenzentren im Ruhrgebiet zusammen.  

Die Zeche Nachtigall ist zertifiziert im Rahmen der Programme „ServiceQualität Deutschland“ und „Reisen für alle“.

Das museumspädagogische Team

Das pädagogische Team im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall stellt mit 18 Fachkräften die größte Abteilung im Museum. Sie setzt sich interdisziplinär aus Historiker:innen, Museums- und Umweltpädagog:innen, Expert:innen der Erwachsenenpädagogik und Kulturgeragogik sowie Ingenieur:innen und Bergleuten zusammen. Alle Beschäftigten sind fest beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe angestellt.

Die Fachkräfte verstehen sich als Moderator:innen für die Themen und Vermittlungsprozesse im Museum. Sie reflektieren und hinterfragen regelmäßig im kollegialen Austausch ihre Arbeit und pflegen eine offene Diskussionskultur. Wichtige Aspekte sind die Fragen: Agieren wir mit unseren Besucher:innen auf Augenhöhe? Sind unsere Angebote bedürfnisorientiert gestaltet? Sind wir in den spezifischen Fachdisziplinen und der Bildung für nachhaltigen Entwicklung auf dem aktuellen Stand?

Das pädagogische Team nimmt regelmäßig an hausinternen wie externen Fortbildungen zu Vermittlungsmethoden, Inklusion und Bildung für nachhaltige Entwicklung teil.

Programm

Mission Carbon

Klassen: 7 - 9
Dauer: 3 Stunden
Teilnehmer:innen: max. 30, Arbeit in Kleingruppen, mindestens 2 Begleitpersonen
Kosten: 90 Euro, Eintritt für Kinder und 2 Begleitpersonen frei

Wie steht es um unsere Energieversorgung? Welche Vor- und Nachteile bringen fossile und erneuerbare Energien? Ist der Klimawandel zu stoppen, wenn Industrien ihre Produktionsprozesse nachhaltiger gestalten? Was können wir selbst bewirken?

Auf der Zeche Nachtigall gehen  „Energy Agents“ diesen Fragen nach. Ausgerüstet mit einem Tablet, lösen Jugendliche in Teams an mehreren Stationen knifflige Aufgaben rund um die Themen Kohle und Energie. Sie berechnen Kohlendioxidemissionen der Stahlindustrie, erkunden den Nachtigallstollen, knacken das Rätsel um die Erfindung der Dampfmaschine und bringen mit eigener Kraft und Ausdauer Strom zum Fließen. Mit dem finalen Code öffnet sich auf der „Mission Carbon“ der Weg, ein Zeichen für die Erreichung der Klimaziele und eine zukunftsfähige Welt zu setzen.

Lerninhalte und Kompetenzen: Verbindung von Gesellschaftslehre, Naturwissenschaften und Technik, Beurteilung der Vor- und Nachteile von fossilen und erneuerbaren Energien sowie ihren Einfluss auf Klimawandel und Ökosysteme, Förderung der Sach- und Methodenkompetenz sowie Urteils- und Handlungskompetenz.

Mission Carbon

Challenge rund um Kohle, Energie und Klima für Schulklassen

Zur Anmeldung

Schüler:innen schauen auf win gerät

Hidden Costs

Fotografien von J Henry Fair
21.3. – 26.9.2021

Zur Ausstellung

Luftaufnahme eines Abwasserbeckens der Phosphatdünger-Produktion in Bartow, Florida, USA. Foto: J Henry Fair